{"id":179,"date":"2012-08-27T10:35:28","date_gmt":"2012-08-27T10:35:28","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nkisiland.com\/?p=179"},"modified":"2012-08-27T10:35:28","modified_gmt":"2012-08-27T10:35:28","slug":"schweiz-100-erneuerbar-aber-sicher","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nkisiland.com\/?p=179","title":{"rendered":"Schweiz: 100% Erneuerbar &#8211; Aber sicher!"},"content":{"rendered":"<div><strong>Die Stromversorgung der Schweiz ist bis zum Jahre 2025 vollst\u00e4ndig auf erneuerbare Quellen umstellbar &#8211; und der Solarenergie kommt dabei eine zentrale Rolle zu. (from sonnenseite.com)<\/strong><\/p>\n<div>\n<p>So in der Beilage zur neuesten Greenpeace-Zeitschrift (Nr. 3\/12). Die 16-seitige Brosch\u00fcre kommt gerade zum richtigen Moment \u2013 steht doch im Herbst die Vernehmlassung zum neuen Energiegesetz an, das in den letzten Wochen bereits bruchst\u00fcckhaft \u00f6ffentlich wurde. Dabei geniesst die voraussichtliche Vorlage selbst seitens der Umweltorganisationen gewissen Zuspruch, Alt-Nationalrat und Energiespezialist Rudolf Rechsteiner (siehe dessen Buch &#8220;100 Prozent erneuerbar&#8221;) ortete darin etwa einen wirkungsvollen ersten Schritt.<\/p>\n<p>Doch m\u00fcsse der Bund wesentlich weiter gehen, vor allem auch in Bezug auf die Photovoltaik (PV), also auf die F\u00f6rderung der solaren Stromerzeugung. Die behandelt der Bund weiterhin \u00e4usserst stiefm\u00fctterlich, obwohl ihre Kostenentwicklung und Potentialanalyse unterdessen schon fast jedem klar gemacht haben: Der PV geh\u00f6rt die Zukunft, auch hierzulande.<\/p>\n<p>Wie das im Einzelnen aussehen kann, zeigt nun die erw\u00e4hnte Brosch\u00fcre von Greenpeace. Zusammen mit dem WWF, dem VCS und Pro Natura \u2013 aber nicht mehr explizit mit der Schweizerischen Energiestiftung (SES), die noch im letzten Jahr gemeinsam mit der Umweltallianz auftrat \u2013 sieht Greenpeace zuallererst den Ausstieg aus der Atomenergie.<\/p>\n<p>Denn die Schweiz k\u00f6nne sich auch ohne AKW sicher, wirtschaftlich und umweltfreundlich mit Strom versorgen. Das k\u00f6nne in einer k\u00fcrzeren Frist bis 2025 oder in einer l\u00e4ngeren bis 2035 geschehen, wobei in erstem Falle f\u00fcr eine \u00dcbergangszeit auf Stromimporte aus erneuerbaren Quellen zur\u00fcckzugreifen w\u00e4re. So oder so, bereits in rund einem Dutzend Jahren kann die Solarstromproduktion rund einen F\u00fcnftel des danzumaligen Verbrauchs decken.<\/p>\n<p>Einen Gutteil soll auch die Biomasse ausmachen, die auf etwa elf Prozent Anteil kommen kann. Und wichtig wird (nat\u00fcrlich) auch der vermiedene Stromkonsum, also die durch Effizienzmassnahmen eingesparte Energie, die Greenpeace auf rund 14 Terrawattstunden (TWh) beziffert. Womit der Gesamtverbrauch eben nicht h\u00f6her ausfiele als heute (58 TWh).<\/p>\n<p>Woher aber die eingesparte Energie, die der Produktion von sechs AKW der Gr\u00f6sse von M\u00fchleberg entspricht? Stromfressende Elektroheizungen und \u2013boiler, ineffiziente Industriemotoren, Gl\u00fchbirnen, Standby-Ger\u00e4te und viele mehr k\u00f6nnten Stromsparbeitr\u00e4ge leisten \u2013 ohne dass letztlich eine Komforteinbusse zu gew\u00e4rtigen w\u00e4re.<\/p>\n<p>Das Potential der Solarenergie dabei nicht nur wegen der Gr\u00f6sse des Beitrags zur k\u00fcnftigen Stromproduktion bedeutend, sondern auch, weil sie ohne die vielerorts bef\u00fcrchtete Verschandelung der Landschaft auskommt.<strong> <\/strong><\/p>\n<p>&#8220;Ob D\u00e4cher, \u00fcberdeckte Parkpl\u00e4tze, Strassen- und Lawinenverbauungen \u2013 in der Schweiz stehen gen\u00fcgend Fl\u00e4chen f\u00fcr den Zubau zur Verf\u00fcgung.&#8221; Und auch wenn die Sonne nachts nicht scheint: Die bereits bestehende Energieinfrastruktur bietet gute Voraussetzungen f\u00fcr eine Nutzung rund um die Uhr, denn gem\u00e4ss Greenpeace &#8220;reicht die gesamte Kapazit\u00e4t der Schweizer Speicherseen rechnerisch f\u00fcr die \u00dcberbr\u00fcckung von bis zu 85 sonnenlosen Tagen&#8221;.<\/p>\n<p>Interessant die Kostenangaben: War vor einem Jahr bei der ersten Pr\u00e4sentation dieses Szenarios noch von f\u00fcnf Franken pro Jahr und Haushalt die Rede, so nennt die neue Brosch\u00fcre nun 35 Franken oder total 272 Millionen j\u00e4hrlich. Gibt aber gleichzeitig zu bedenken, dass es auch ohne Atom- und Energiewende teurer werde.<\/p>\n<p>Die Netze m\u00fcssten eh erneuert werden und die fossilen wie nuklearen Energietr\u00e4ger werden sicherlich bedeutend teurer in der Zukunft. So dass sich der Umstieg auf eine zu 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung auch wirtschaftlich auszahlen wird.<\/p>\n<p>Dass das nicht automatisch vonstatten gehen wird, verschweigt Greenpeace nicht. Erstens braucht es ein Massnahmenb\u00fcndel, zu dem unter anderem vor allem die Aufhebung der beschr\u00e4nkten F\u00f6rderung von Erneuerbaren (Deckel) geh\u00f6rt, ebenso wie eine Lenkungsabgabe, schnelle Bewilligungsverfahren \u2013 und den Beitrag von jedem Einzelnen im Rahmen von Verhaltens\u00e4nderungenb.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Stromversorgung der Schweiz ist bis zum Jahre 2025 vollst\u00e4ndig auf erneuerbare Quellen umstellbar &#8211; und der Solarenergie kommt dabei eine zentrale Rolle zu. (from sonnenseite.com) So in der Beilage zur neuesten Greenpeace-Zeitschrift (Nr. 3\/12). 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