{"id":70,"date":"2012-07-08T18:18:22","date_gmt":"2012-07-08T18:18:22","guid":{"rendered":"https:\/\/wordpress.nkisiland.com\/?p=70"},"modified":"2012-07-08T18:18:22","modified_gmt":"2012-07-08T18:18:22","slug":"datenpanne-beim-bka-ubernommen-vom-newsburger-de","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/wordpress.nkisiland.com\/?p=70","title":{"rendered":"Datenpanne beim BKA (\u00fcbernommen vom newsburger.de)"},"content":{"rendered":"<p>Berlin \u2013 Beim Bundeskriminalamt (BKA) und bei der Bundespolizei ist es zu einer schwerwiegenden Datenpanne gekommen. Nach Informationen der \u201cBild am Sonntag\u201d wurden Beweismittel in Ermittlungsverfahren beider Polizeibeh\u00f6rden aufgrund eines Softwarefehlers drei Monate lang unbemerkt gel\u00f6scht.<\/p>\n<p>Betroffen sind Daten aus der so genannten Telekommunikations\u00fcberwachung (TK\u00dc), wie sie in Ermittlungen gegen Schwerkriminelle und Terroristen gesammelt werden. Dabei handelt es sich um abgeh\u00f6rte Telefongespr\u00e4che, mitgelesene E-Mails, Kurzmitteilungen (SMS) und Telefaxe sowie die Lokalisierung von Mobiltelefonen (Funkzellenabfrage).<\/p>\n<p>Das BKA best\u00e4tigte die Datenverluste auf Anfrage gegen\u00fcber \u201cBild am Sonntag\u201d. Demnach wurden \u00e4ltere Datens\u00e4tze, die von einem sogenannten Onlinespeicher in ein Langzeitarchiv ausgelagert werden sollten, aufgrund eines Sofwarefehlers unwiederbringlich vernichtet.<\/p>\n<p>Bemerkt wurde die Datenpanne erst im Februar von Technikern der Firma Syborg, die die vertraulichen Daten im Auftrag der Polizei verwaltet. Nach Angaben der saarl\u00e4ndischen Firma hatte der Softwarefehler dazu gef\u00fchrt, dass vom 14. Dezember 2011 bis zum 10. Februar 2012 am BKA-Standort Wiesbaden systematisch Daten aus TK\u00dc-Ma\u00dfnahmen des BKA und der Bundespolizei gel\u00f6scht wurden.<\/p>\n<p>Das BKA legt Wert auf die Feststellung, dass die Datenl\u00f6schungen nicht die Ermittlungen gegen Mitglieder und Unterst\u00fctzer des \u201cNationalsozialistischen Untergrundes\u201d betreffen. Das BKA r\u00e4umt zwar ein, dass es \u201cin einzelnen anderen Ermittlungsverfahren\u201d zu Datenverlusten gekommen ist, relativiert jedoch den dadurch entstandenen Schaden. Alle f\u00fcr die Ermittlungsverfahren relevanten Inhalte seien zuvor ausgewertet und aktenkundig gemacht worden. \u201cAuch davon wurden die Staatsanwaltschaften entsprechend informiert\u201d, teilt das BKA mit.<\/p>\n<p>Rechtsexperten bewerten die L\u00f6schung von Ermittlungsdaten dem Bericht zufolge deutlich kritischer. Der Berliner Strafrechtler und Juraprofessor Alexander warnt in \u201cBild am Sonntag\u201d: \u201cWenn den Strafverfolgern Originaldaten aus \u00dcberwachungsma\u00dfnahmen verloren gehen und auch keine w\u00f6rtlichen Abschriften von Mitschnitten, E-Mails oder anderen Nachrichten vorhanden sind, ist das problematisch. Liegen nur noch Auswertungen seitens der Ermittler vor, haben diese nur noch einen Beweiswert von minderer Qualit\u00e4t. Das kann sich auch auf eine Verurteilung auswirken.\u201d<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Berlin \u2013 Beim Bundeskriminalamt (BKA) und bei der Bundespolizei ist es zu einer schwerwiegenden Datenpanne gekommen. Nach Informationen der \u201cBild am Sonntag\u201d wurden Beweismittel in Ermittlungsverfahren beider Polizeibeh\u00f6rden aufgrund eines Softwarefehlers drei Monate lang unbemerkt gel\u00f6scht. 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